Markus Gleim

Gerade noch in Bayern, sozusagen im bayerischen Gazah-Streifen, sehr nahe der hessischen Landesgrenze, wurde ich am 04. November 1968 in Aschaffenburg geboren.
Still klagend, akzeptierte ich mein Schicksal, nie wirklich zu den echten Bayern dazu zu gehören und zu den echten Hessen niemals dazu gehören zu wollen. Oft stand ich am hessisch-bayerischen Schlagbaum, reckte die geballte Faust in den unterfränkischen Himmel und fragte: „Niemals? Echt jetzt?“, in die eine und brüllte wütend: „Niemals, aber echt!“, in die andere Richtung.

Ab 1975 Grund- und Hauptschule und später eine staatliche Realschule, die ich 1986 erfolgreich
abschloss. Schon in der Grundschule entdeckte ich die Faszination der Mixkassetten und infzierte mich da mit dem Virus Rock & Roll, von dem ich nie mehr geheilt werden sollte. Trotz des Tschingderassabum, des Orffschen Schulwerks und des Blockflöten-Bootcamps, verfiel ich der Droge Musik. Ich lernte, Gitarre zu spielen und gründete parallel zur Schulband, mit Freunden die erste, noch namenlose Band, die dann zur Rock & Roll Band „The Studebakers“ wurde.

1990 brach ich eine Lehre zum Kfz-Mechaniker ab, als mich die andere Aschaffenburger Rock &
Roll Band, „Boppin´ B.“, als Sänger anwarb. Ab da brachen wir zu fünft auf, um den Rock & Roll
als professionelle Musiker zuerst in die Bundesrepublik und bald auch ins angrenzende Ausland
zu bringen. Belgien, Luxenburg, Frankreich, die Schweiz, Österreich, Holland und Dänemark
konnten so schnell ihre Grenzen gar nicht dicht machen, wie wir den Rockabilly und Rock & Roll
einschmuggelten. Boppin´ B. entwickelte sich durch durchschnittlich 200 – 220 Gigs im Jahr, zu
einer der angesagtesten Club-Bands in sämtlichen deutschen Life-Clubs und erschien dadurch
natürlich auch auf dem Radar aller großen Plattenfrmen.

1991 drohte ein schwerer Motorradunfall meine Karriere als weltbekannter Rockstar zu beenden.
Da ich nun meinen linken Arm nicht mehr bewegen konnte und keine Instrumente mehr spielen konnte, beschränkte ich mich eben darauf, weltbekannter Sänger zu werden.

Ende 1996 und weit über 1000 Gigs später, dachte ich mir, dass es nun aber auch mal gut wäre.

Ab da fuhr ich 10 Jahre als selbständiger Kurier in die anderen Länder, in die ich mit der Band nicht reingelassen wurde.
2007 wechselte ich dann letztlich in die Kinder- und Jugendarbeit, in der ich auch heute noch mit viel Liebe und Spaß am Beruf arbeite. Währenddessen wurde ich zum Rock & Roll-Autor und erschuf mit dem „Dorfelvis“ ein astreines Rock-Book, in dem ich aus meinem reichhaltigen Fundus an Auftritten und Erlebnissen rund um die Musik erzähle 2013 erschien „Der Dorfelvis – Wie er Fats Domino den Arsch rettete und Chuck Berry in Unterhosen sah.“ als E-Bock und im darauffolgenden Jahr als gedrucktes Buch (ISBN 9783981737714)

2018 erschien „Mixtape Stories – Erinnerungen auf Chromdioxid“

Kontakt: mixtape@12121.de