Verlag Saphir im Stahl

Verlag Saphir im Stahl

Der Bickenbacher Verlag Saphir im Stahl feiert sein 5-jähriges Jubiläum. Der Verlag wurde 2010 in Bickenbach als Buchverlag im Nebenerwerb gegründet. Auch heute noch ist der Verlag nicht aus seinen Kinderschuhen herausgewachsen. Die modernen Möglichkeiten, für Autoren und Verleger sorgen für eine große Auswahl, so dass ein Wachstum nicht schnell sondern nur langsam und stetig möglich ist. Die ersten zwei Jahre wurden durch die Neigung des Herausgebers Erik Schreiber bestimmt, der seine Interessen klar in der Phantastik sieht. Erik SchreiberGleichzeitig war ihm jedoch bewusst, dass man heutzutage literarische Nischen nicht nur mit einem Thema füllen kann. Daher steht der Verlag auf den drei Säulen Phantastik, Regionales und Historisches. Das literarische Profil des Verlags bestimmte zu Beginn die Fernseh-Kultserie Raumpatrouille Orion. Vom Perry-Rhodan-Autor Hanns Kneifel bereits 1968 als Taschenbuch beim Moewig Verlag veröffentlicht, wurden die sieben Fernsehfolgen in drei gebundenen Büchern überarbeitet durch den Autor neu herausgegeben. Im Bereich des Historischen folgten die drei historischen Krimis um den Ermittler Luc de Winter. Bereits im zweiten Jahr startete der Verlag mit zwei Ausschreibungen. Für hauptsächlich Autorinnen und Autoren der Bergstraße gedacht, erschien die Kurzgeschichtensammlung „Leseträume“ und der Gedichtband „Ein Augenblick für Zwei“. Inzwischen hat der Verleger, der keine Taschenbücher und e-books herausgeben wollte, seinen Standpunkt geändert. Im Bereich historisch veröffentlicht Erik Schreiber inzwischen eine Reihe unter dem Titel „Märchen, Sagen und Legenden“. Seine Wolfsmärchen, ein themengebundener Band, wie übrigens alle Märchenbücher, entwickelte sich zu einer Art Bestseller des Verlages. Das liegt vielleicht auch daran, dass sie hauptsächlich über Zoos und Wildparks verkauft werden, in denen Wölfe gezeigt werden. Nebenbei erscheinen auch Krimis, die nicht als „Regionalkrimis“ gelten, Jugendbücher und natürlich Phantastik. In Arbeit sind zur Zeit die „Odenwälder Spinnstub“ ein Liederbuchnachdruck aus dem Jahr 1929, ein Buch über Bickenbach aus dem Jahr 1909, die Nibelungen-, Gudrun- und Dietrich von Bern-Saga, Krimis, Jugendbücher und weitere mehr.

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Seinen Sitz hat der Verlag in einem Reihenhaus, wo sich der Verleger in einer Sammlung von fast zwanzigtausend phantastischen Büchern äußerst wohl fühlt. Der Verleger macht die meisten anfallenden Arbeiten selbst. Der Verlag liefert seine Titel selber aus. Ein Grossist als Auslieferer sei einfach zu teuer, sagt Schreiber. So übernimmt er nicht nur den Versand, direkt bestellter Bücher und die Anfragen der wenigen Buchhandlungen, sondern auch die Werbung, die Auswahl der Manuskripte und viele anfallende andere Arbeiten. Nur wenig der Arbeit gibt er an Spezialisten ab, etwa das Lektorat oder die Anfertigung von Titelbildern. Auf die Frage über den Verkauf in Buchhandlungen meint der Verleger: In Buchhandlungen sind meine Bücher so gut wie nie vorrätig.“ Allerdings jammert er nicht über die Buchhandlungen. Er kann durchaus verstehen, dass man sich nicht, und gerade bei Kleinverlagen, jedes Buch ins Regal stellen kann. Andererseits verzichtet er inzwischen auch bewusst darauf, beim weltweit größten Online-Händler präsent zu sein. Auch wenn Schreiber keinen Grund zum Klagen hat, gegen höhere Verkaufszahlen, sie belaufen sich pro Buch meist auf wenige Hundert Exemplare, ist nichts einzuwenden. Heute werden ihm viele Projekte angeboten, von denen er viele ablehnt. Etwa, wenn man ihm e-mails und Manuskripte sendet, die von Schreibfehlern wimmeln. Im Zeitalter der Elektronik, wo die einfachsten Fehler von den Schreibprogrammen angezeigt werden, kann man zumindest erwarten, dass diese nicht mehr auftreten.

Die Webseite: www.saphir-im-stahl.de